Proktologie

Die Proktologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Enddarms, des Afters und der umliegenden Region. Häufige Beschwerden sind Hämorrhoiden, Analfissuren, Analfisteln, Abszesse oder Hautveränderungen im Analbereich.

Viele dieser Beschwerden sind gut behandelbar. Wichtig ist zunächst eine genaue Untersuchung, damit die Ursache der Beschwerden festgestellt und eine geeignete Behandlung ausgewählt werden kann.

Hämorrhoiden – was ist das?

Hämorrhoiden sind ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers. Dabei handelt es sich um gut durchblutete Gefäßpolster am Übergang zwischen Enddarm und After. Sie unterstützen gemeinsam mit dem Schließmuskel die Feinabdichtung des Afters.

Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man, wenn diese Gefäßpolster vergrößert sind und Beschwerden verursachen. Typische Beschwerden können hellrotes Blut beim Stuhlgang, Juckreiz, Brennen, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl sowie das Hervortreten von Gewebe aus dem After sein.

Je nach Ausprägung wird das Hämorrhoidalleiden in verschiedene Stadien eingeteilt. Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium, den Beschwerden und den individuellen Bedürfnissen der Patientin bzw. des Patienten.

Wann müssen Hämorrhoiden operiert werden?

Nicht jedes Hämorrhoidalleiden muss operiert werden. Bei leichteren Formen können häufig eine Anpassung der Stuhlgewohnheiten, eine ballaststoffreiche Ernährung oder ambulante Verfahren wie eine Verödung oder Gummibandligatur helfen.

Wenn die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen bestehen bleiben oder die Hämorrhoiden stärker ausgeprägt sind, kann eine Operation sinnvoll sein. Insbesondere bei Hämorrhoiden des 3. und 4. Grades kommt häufig eine operative Behandlung infrage.

Wie werden Hämorrhoiden operiert?

Es gibt verschiedene operative Verfahren. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Hämorrhoiden sind, ob sie aus dem After hervortreten und ob einzelne oder mehrere Hämorrhoidalpolster betroffen sind.

Bei einer klassischen Hämorrhoidektomie werden die krankhaft vergrößerten Hämorrhoidalpolster chirurgisch entfernt. Dabei wird das gesunde Gewebe und insbesondere der Schließmuskel möglichst geschont. Die Operation kann je nach Befund an einzelnen Hämorrhoidalpolstern oder an mehreren Stellen durchgeführt werden.

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